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woodbridge

(Junior Member)

geändert von: woodbridge - 21.05.11, 20:51:24

Hallo liebe Kachelofenprofis,

wir planen derzeit einen Neubau (Holzständerbauweise, Effizienzhaus 40, kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung; Heizlast grob geschätzt incl. Warmwasser 6,5kW, 4 Personen, 140qm Wohnfläche plus Keller ca. 30qm beheizt; alles FBH).
Der Wohn/Essbereich und teilweise die Küche werden im EG direkt vom Ofen erreicht und haben 45qm bzw, 60qm (incl. Küche). D.h. ca. 30% der Hausfläche werden über den Ofen beheizt und die restl. 70% über die FBH.

Als Notheizung (für die Fälle Krankheit, Abwesenheit,...) haben wir eine Gas-Brennwerttherme im Bad.

(Aufs Dach sollen Solarkollektoren für die Trinkwassererwärmung im Sommer und zur Heizungsunterstützung in den Übergangsmonaten wenn die Sonne scheint. Das nur nebenbei.)

Eigentlich hatten wir uns fast schon entschieden, dass wir von der Firma Brunner den Stubenkessel HKD 4.1 SK mit Moritzklappe und ca. 3m keramische Nachheizzüge nehmen, eine elektronische Abbrandsteuerung (EOS) und einen Unterdrucksicherheitsabschalter. In den Keller kommt ein 1000 Liter Schichten-Pufferspeicher und ein Plattenwärmetauscher zur bedarfsgerechten Trinkwassererwärmung. Denn was wir auf keinen Fall wollen ist, dass der Wohn/Essbereich wenn der Ofen angefeuert wird, überheizt wird. Wenn möglich, wollten wir den Ofen nur 1 (bis 2) Mal tgl. anfeuern. Bis 10kg Holz passen in den Brennraum rein. Laut Datenblatt Brunner bis 35kW/h nutzbare Wärmemenge pro Abbrand bei 10kg Holz.
Dazu nehmen wir noch die Brunner-Heizzentrale. Das alles soll ca. 30T€ kosten.

Soweit so gut - dachten wir.
Dann hatten wir noch Kontakt zu einem anderen Ofenbauer, der uns (natürlich?!?) von unserem Konzept strikt abriet, da wir nicht glücklich damit werden würden. Er rät uns zu einem *** Grundofen mit einem Wärmetauscher P40 (ein riesen Teil). Denn diesen Grundofen müssten wir nur 1 x tgl. anfeuern, 2 x/Jahr (aber die Heizperiode hat ja nur 6 Monate) die Asche ausleeren, hätten NIE schwarze Scheiben und und und.
Lt. *** Homepage geht ca. 50% der erzeugten Energie in die Schamottesteine des Speicherkerns und der Rest in den Wärmetauscher. Ich persönlich denke, dass ich da Gefahr laufe, den Raum zu überheizen, oder?
Und der Rest des Brunner-Ofens ist ja neben dem Stubenkessel auch ein Speicherofen...

Kann mir jemand unabhängiges einen Tip geben, welches System evtl. das bessere wäre? Es soll ja immerhin unser Haus heizen und die nächsten Jahrzehnte zuverlässig arbeiten. Vielen Dank! Gerne auch direkt per eMail: markus_werbung at web.de
Dateianhang:

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21.05.11, 14:58:43

Theo Kern

(Administrator)

Weder noch.

Beitrag wurde von mir geändert weil Firmen die bei negativer Kritik zum Gericht laufen hier nicht namentlich genannt werden.

Ich würde Ihnen empfehlen das mit einem Grundofen mit Absorber zu machen.

Das Kesselgerät ist ein (einfacher) Holzkessel der, mit höherer Leistung und als Holzvergaser, im Heizkeller besser aufgehoben wäre.
Rauchgaswärmetauscher sind schmutzig und müssen intensiv sauber gehalten werden.

Der Absorber ist sauber und wartungsfrei.

Sie brauchen 6,5kW Heizleistung.
Das sind, bei einem angenommenen wirkungsgrad von 78%, 50kg Holz/Tag.
Bei dem Holzkessel wären das 5 Abbrände.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
21.05.11, 15:34:53

Robert

(Senior Member)

Hallo woodbridge
Da lohnt es sich wahrscheinlich schon etwas näher hinzuschauen. Wieso? Ich versuche zu zeigen, zu was 10 kg Holz fähig sind:
- Holz 10kg, Nennheizzeit (zischen 2 Abbränden) 12 h (2 x Feuer machen pro Tag), Nennheizleistung 2.7kW, minimale Zuglänge ca. 4.7m
- Holz 10kg, Nennheizzeit 8h (3 x Feuer machen pro Tag), Nennleistung 4.1kW, minimale Zuglänge ca. 4.7m
- Holz 10kg, Nennheizzeit 6h (4 x Feuer machen pro Tag), Nennleistung 5.4kW, minimale Zuglänge ca. 4.7m
Da liegt doch einiges neben Ihrer Absicht?
Zur Aufteilung Raumheizung / Pufferspeisung sage ich mal nichts.
Meine Anregung: Herr Kern soll Sie doch vor Ort beraten. Da haben Sie die grössten Chancen für einen Erfolg.
Gruss Robert
21.05.11, 15:43:00

woodbridge

(Junior Member)

Guten Abend und vielen Dank erstmal für die ersten Antworten.

@ Theo Kern: kennen Sie wohl Fälle, dass negative Kritik an A***o geäußert wurde und dann gleich ein gerichtlicher Weg eingeschlagen wurde?
Von einem Grundofen mit Absorber wurde mir lustigerweise von beiden Ofenbauern abgeraten, da der Absorber erstens nicht das Wasser so stark erhitzen kann wie ein Rauchgaswärmetauscher (angeblich nicht über 50°C) und zudem der Ofen außen relativ kalt bleiben würde...
Der Grundofen der Firma A***o erreicht eine Oberflächentemperatur von ca. 80°C nach einiger Zeit.

Wegen Reinigung hatte ich explizit nachgefragt und da sagte der Verkäufer die Firma A***o, dass da nichts sauber zu machen wäre, weil die Temperatur mit der die Rauchgase direkt aus dem Brennraum in den Wärmetauscher gehen so hoch ist, dass da kein Ruß oder Dreck entsteht...

@Robert: wie ist das gemeint, dass Sie nichts über Raumheizung/Pufferspeisung sagen wollen? Klingt irgendwie negativ behaftet...

Noch eine kurze Frage zum Schornstein. Wir hätten einen Edelstahl-Außenkamin gebaut, davon wurde uns wiederum von A***o abgeraten, da da die Luft innen kalt ist und des dauern würde, bis der Ofen richtig zieht. Bei einem Innenkamin wäre die Luft im Schornstein schon etwas wärmer und der Ofen würde schneller ziehen und somit besser brennen.

Die ganze Sache wird nicht leichter...

Markus
21.05.11, 21:15:22

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 21.05.11, 22:39:43

Hallo Markus
Zitat von woodbridge:

wie ist das gemeint, dass Sie nichts über Raumheizung/Pufferspeisung sagen wollen? Klingt irgendwie negativ behaftet...

Noch eine kurze Frage zum Schornstein. Wir hätten einen Edelstahl-Außenkamin gebaut, davon wurde uns wiederum von A***o abgeraten, da da die Luft innen kalt ist und des dauern würde, bis der Ofen richtig zieht. Bei einem Innenkamin wäre die Luft im Schornstein schon etwas wärmer und der Ofen würde schneller ziehen und somit besser brennen.

Ich dachte, mit dem Beispiel (berechnet mit der einschlägigen EN 15544) soviel Stoff zu liefern, dass Sie die zwei kontaktierten Ofenbauer richtig einschätzen können.
Pufferspeicher: wenn Sie einen Steuerungsfachmann haben, der die Einschichtung richtig zu programmieren weiss (hier liegt der Hund begraben), funktioniert das schon.
Kamin: Da kann Herr Kern sicher fundierter argumentieren.
Zitat von woodbridge:

Die ganze Sache wird nicht leichter...

Verstehe ich zu 100%! Ich war in der gleichen Situation ... dann habe ich mir die einschlägigen Normen besorgt und studiert. Nun kann ich zwar keinen Ofen bauen aber die Ofenbauer richtig einschätzen kann ich schon: 9 von 10 können keinen Ofen bauen, der die gesetzlichen Auflagen erfüllt und habens nur auf Ihr Geld abgesehen. Die aufgeführten Beispiele sollten dies teilweise (Holzmenge, Nennheizzeit, Zuglänge) zeigen.
Gruss Robert


21.05.11, 22:29:41

Theo Kern

(Administrator)

Sonst würde ich das nicht schreiben.

Es ist richtig dass der Absorber, zugunsten der Effektivität und Speicherkapazität, mit niedrigen Temperaturen betrieben werden sollte.
Dabei wirkt der Grundofen selbst auch als Speicher.

Ein Rauchgaswärmetauscher bringt die Wärme direkt in den Pufferspeicher. Aber eben nur solange das Feuer brennt.
Der Grundofen mit Absorber trägt die Wärme solange aus wie die Temperatur im Ofen hoch genug ist.

Daher kann der Pufferspeicher kleiner sein. Im Prinzip könnte auch auf den Pufferspeicher verzichtet werden.

Richtig ist auch dass der Grundofen mit Absorber, dort wo er mit Absorbern belegt ist, kälter bleibt.
Klar, logisch und auch gut so.
Denn wir bauen ja einen Ofen der
a, das ganze Haus heizen soll aber
b, nur einen Teilbereich des Hauses direkt mit Wärme erreichen kann.

Die Kunst ist es das Ganze aufeinander abzustimmen.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
22.05.11, 07:21:56

Ofen-Peter

(Member)

Nun mal ein paar Zeilen aus der Praxis:

Wir betreiben nun seit dem 2. Winter einen Brunner HKD 4.1 SK ohne Nachheizregister bzw. keramische Züge u. natürlich ohne Moritzklappe (EOS vorhanden).
Die Wärme geht(vom Wasserwärmetauscher, der 2mal im Jahr gereinigt wird), über eine DZE mit 1000l-Speicher, in unsere engmaschig verlegte Fußbodenheizung (VL max. 32 grad).
Wir beheizen hierüber(kein Gas, kein Öl - nur 10qm Flachkollektoren)170qm Wohnfläche in einem gut gedämmten Neubau.
An kalten Wintertagen beladen wir den Ofen zweimal am Abend und einmal am Morgen - das reicht! Holzverbrauch Winter 2010/11 ca. 10 Festmeter.

Ich vertraute meinem erfahrenen Kachelofenbauer, der mir versicherte, dass man diesen Stubenofen so benutzen kann - Voraussetzung: Immer gut getrocknetes Holz benutzen! Voran gingen u. a. heftig geführte Diskussionen auch mit der Fa. Brunner.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt bei diesem Konzept keinen Fehler gemacht zu haben, bei der Reinigung der Wasserwärmetauscher zeigen sich bisher keine Veränderungen.
2010 hatte ich von Brunner einen erfahrenen Servicemann bei mir, der sich die Anlage anschaute und mir bestätigte, dass dieses Konzept so betrieben werden kann und zu keiner Korrosion führt - Voraussetzung: Immer gut getrocknetes Holz benutzen!

Mein Ofenbauer bestätigte mir, dass er schon seit Jahren mind. 50 HKD 4.1 nach diesem Prinzip bei Kunden aufgebaut hat und bisher keinerlei Reklamationen vorliegen. Die Fa. Brunner, von deren Technik ich übrigens absolut überzeugt bin, lehnt dies kategorisch ab.

So, nun bin ich auf Eure Reaktion gespannt - insbesondere auf die von den Kachelofenbauern.

13.07.11, 14:50:42

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Ofen-Peter.

Sie habe also den Heizkessel im Wohnzimmer stehen.
Dazu sieht er noch aus wie ein Kachelofen.
Toll.
Wenn Sie den Ofen wirklich mal brauchen, weil z.B. der Strom ausfällt, müssen Sie schnell zum Baumarkt um einen Kaminofen zu kaufen.
Der funktioniert dann auch ohne Strom.

Ihr Ofenbauer sollte besser zum Heizungsbauer werden und richtige Holzkessel als Holzvergaser in den Heizkeller stellen.

Das was Sie haben ist jedenfalls alles andere als ...

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
17.07.11, 08:48:02

stubenkater

(Senior Member)

geändert von: stubenkater - 23.10.11, 17:22:28

Tya,

das alte Thema Ganzhausheizung bei Stromausfall.

Das Thema betrifft wohl ALLE Zentralheizungen, die mit Pumpen arbeiten. Also Gas-und Ölheizungen, wie auch Pellet-Kohle-Festbrennstoffkessel.

Nun zu sagen;

Ja bei Ihrem Brunner oder xxxx-System, werden Sie beim Stromausfall kalte Füße bekommen, ist ja richtig.

Aber das "betrifft" alle anderen auch, die sich z.B. eine Gasheizung einbauen. Dort hilft dann auch kein elektrischer Heizlüfter, wenn

a. der Strom ausgefallen ist,

und man zudem

b. ggf. im Urlaub oder im Krankenhaus ist.

Im Fall "b" - hilft der Grundofen auch erst mal nicht weiter,
wenn man sich auf die Technik "verläßt", der Strom ausfällt,
und das Haus im Winter samt Wasserleitugen "einfriert".


Aber im Fall "C",

Stromausfall, und man ist NICHT krank oder abwesend,
kann man eine klassische Heizung, bei Netz-Stromausfall noch über ein eigenen Generator/-Stromerzeuger betreiben.

Somit kann man das Ofenprinzip vom User "Ofen-Peter" eigentlich nicht so stark kritisieren.

Der "Kunde", in diesem Fall User Ofen-Peter ist zufrieden,
und weiß das er bei Stromausfall eine externe Stromversorgung für die Heizung benötigen würde,

wie fast alle deutschen Haushalte auch, die mit Zentralheizungen etc, und nicht von Grundöfen beheizt werden.


Trotzdem ist ein Grundofen ein tolles Gerät, wenn er richtig ausgelegt ist, und auch dort der Kunde/Nutzer diesen korrekt bedient.

Das "beste" Heizungskonzept wird es aber wohl nicht geben,
wenn die Ansprüche der Kundschaft schon so verschieden sind.

Der Eine ist mit xy zufrieden, dem andren reicht das nicht. Und der nächste möchte etwas ganz anderes lachen






23.10.11, 17:14:03

jugla

(Advanced Member)

Hallo,

also ich habe auch einen brunner HKD 4.1 SK, nun im 6. Winter im betrieb (incl. EOS, Moritzklappe usw.).
in den ersten 2-3 Jahren hatte ich auch keine Probleme mit dem
Rauchgaswärmetauscher aber nun seit 2 Wintern muß ich ca. alle 4 Wochen reinigen. Der Ofen wird sehr viel geheizt (ca. 3-4 Abbrände pro Tag). Das war aber schon immer so. Auch das verwendete Holz ist genauso trocken wie immer. Ich stelle fest daß die "Ablagerungen" in den Rohren des Wärmetauchers sich immer schlechter oder gar nicht mehr entfernen lassen (zumindest mit der von brunner gelieferten Bürste) und vermute daß das der Grund ist.
Darum würde ich diese "Anfangseuphorie" von Ofen Peter nicht unbedingt teilen. Jetzt nach 6 Jahren stelle ich auch fest daß mein Ofenbauer und Brunner nicht mehr wirklich daran interessiert sind zu helfen.

Hat jemand hierzu Erfahrungen ? Oder vielleicht ein anderes Reinigungsgerät als diese Bürste ?

26.10.11, 21:17:28

Theo Kern

(Administrator)

Einer der Gründe dafür dass solche Geräte in den Heizungskeller gehören.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
27.10.11, 06:16:38

Robert

(Senior Member)

An Herr Kern:
Die Situation bei Ofen-Peter ist eine andere als bei jugla. Ofen-Peter sagt, dass er kein Nachheizregister und keinen keramischen Zug hat.
jugla weist auf die Moritzklappe hin. Das heisst, dass er ein Nachheizregister oder einen keramischen Zug hat. Also gehört dieser Ofen in den Wohnraum.

An jugla: Ein Kollege von mir benutzt für die Reinigung des Rauchgasregisters einen Dreikantschaber. Das bedingt aber, dass das Register aus Stahl konstruiert ist. Eine angenehme Arbeit ist das Entfernen der Drecks dennnoch nicht!
Gruss Robert
27.10.11, 09:13:28

duc75

(Advanced Member)

Guten Tag Ofenfreunde,

nun auch mal ein paar Worte aus unserer Praxis:

@jugla
Wir betreiben den HKD 4.1 SK im 4. Winter. Der Wärmetauscher wird in der kalten Jahreszeit 3x von mir gereinigt, mit der mitgelieferten Bürste. Funktioniert einwandfrei. Um eine übermäßige Verschmutzung zu vermeiden schalte ich immer erst um, wenn a)die Abgastemperaturen schon recht hoch sind und b) auch die Temperatur im Tauscher 65°C erreicht hat.

@woodbridge
Eine Heizlast von 6,5 kW mit 1 bis 2x pro Tag Holz auflegen wird mit diesem Ofen nicht funktionieren. Irgendwo muß die Leistung herkommen. Dafür ist der Feuerraum zu klein. Andererseits gilt zu bedenken an wievielen Tagen diese Leistung überhaupt erzeugt werden muß. Auch der errechnete Wärmebedarf des Hauses in W/qm basiert erstmal nur auf einer Annahme, die sehr stark vom eigenen Wohlfühlempfinden abhängt. Reichen mir 21°C in der Bude oder müssen es doch eher 24°C sein?
Ein Überheizen der Räumlichkeiten bei mehrmaligem Holzauflegen kann m. E. ausgeschlossen werden. Der SK ist kein Warmluftofen. Bei der entsprechenden Vorrangeinstellung gehen 70% der Leistung ins Wasser. Der Rest verteilt sich auf Scheibe/Konvektion/Nachheizzug (10/10/10%). Was die dann pro qm anrichten ist überschaubar.

Gruß
duc75
27.10.11, 10:41:53

jugla

(Advanced Member)

Hallo zusammen,

ich möchte nochmal Stellung nehmen zu den Kommentaren:

alos ich habe meinen HKD im Keller, den angeschlossenen keramischen Zug im Erdgeschoß. Ich muß Hr. Kern rechtgeben.
Im Wohnraum hätte ich ungern das Heizgerät, da entsteht einfach zuviel Dreck und Rauch und bei weiß verputzen Wänden so wie bei mir kann man sich das Ergebnis vorstellen.
Trotz der Kelleranlage habe ich nach 6 Jahren schon "graue" Wände denn etwas Ruß kommt halt immer durch.......

Robert, wie funktioniert das mit dem Dreikantschaber ?
wird der dann in die Rohre des Wärmetauschers "reingedreht" und somit der Dreck abgeschabt ? Wo bekommt man so was ?

duc75, also ich habe auch hier diese Einstellungen und sogar die Umschalttemperatur auf 680 grad erhöht (lt. Brunner reichen 600 grad) weil ich hoffte daß die Verschmutzung abnimmt. Leider bis dato keine Verbesserung.
Auch ich hatte zu Beginn 2-3 mal pro Heizperiode nur gereinigt und jetzt monatlich.
Welche Temperatur hast du eingestellt wann ach dem Abbranf wieder umgestellt (von wasser auf Zug)werden soll ?
Ich hab 450 Grad.
Kannst du von beiden Seiten in die Rohre ? Ich nur von vorne (eigentlich logisch denn niemand wird rrundherum um den Ofen frei haben...). Habe mir aber am Rauchrohr das aus dem Heizgerät kommt eine Revisionsöffnung machen lassen, so komme ich mit Staubsaugerschlauch auch an die andere Seite der Rohre und da ist immer viel Dreck drin, den man von vorne nicht entfernen kann.(sch... job)

Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp an was e liegen könnte.
27.10.11, 18:34:55

duc75

(Advanced Member)

Hallo jugla,

die Steuerung stellt nach dem Abbrand bei 400°C von Wärmetauscher auf Nachheizzug um.
Ich kann die Rohre des Wärmetauschers nur von vorn reinigen, mit Bürste und Sauger.
Vielleicht liegt es bei dir an zu niedrigen Abbrandtemperaturen. Wir erreichen regelmäßig 850 - 950°C.

Gruß
duc75
28.10.11, 12:19:41

jugla

(Advanced Member)

Hi,

also diese Temperaturen habe ich auch, je nach Holzart mehr oder weniger.

Vielleicht hat Hr. Kern ja eine Idee an was es liegen könnte ?
Könnten es die von mir genannten Ablagerungen sein ?
30.10.11, 15:32:29

Robert

(Senior Member)

allo jugla
Zitat von jugla:

wie funktioniert das mit dem Dreikantschaber ?
wird der dann in die Rohre des Wärmetauschers "reingedreht" und somit der Dreck abgeschabt ? Wo bekommt man so was ?

Siehe Wikipedia unter Dreikantschaber!
Ich fürchte, dass der Wärmetauscher bei meinem Kollegen anders aufgebaut ist als bei Ihnen: Da hängt ein Rohrregister im Rauch. Das Wasser fliesst durch die Rohre. Er hat also die Aussenflächen freizukratzen.

Ich denke, dass die Verschmutzung "normal" ist: Man stelle sich vor was geschieht, wenn ein paar hundert Grad warme Rauchgase in Berührung kommen mit Rohren in denen Wasser fliesst von 40 bis 70 Grad. Das muss zu Schockzuständen führen auf die die Abgase mit Ausfällungen reagieren. Je verschmutzter die Oberflächen sind desto leichter haften weitere Partikel. Und mit einer Bürste dürfte man das Zeug sicher nicht bis auf das Metall wegkriegen! Der Reinigungsaufwand "so gut es geht" ist wohl der Preis für diese Technik. Um diesen Aufwand zu umgehen wurden wohl die Absorber "erfunden".
Gruss Robert

30.10.11, 20:26:18

Ofen-Peter

(Member)

Frage an Brunner: Kann ein HDK SK 4.1 mit nur einem Abgasweg
(ausschließlich über den Wasserwäremtauscher) betrieben werden?
Antwort: "Nein, aus technischen Gründen werden die Rauchgase in der Anheizphase nicht über den Wasserwärmetauscher sondern einen zweiten Abgasweg (üblicherweise einen keramischen Zug als Speicherwärmetauscher) abgeführt. Damit wird die Verschmutzung der Wasserwärmetauscherflächen deutlich reduziert, die Bildung von Kondenswasser im Kesselteil verhindert".
Und genau ich bin der Ketzer. Was mich wundert, daß die Vorschreiber, die den Ofen "richtig" betreiben, solche Ablagerungsprobleme haben. Bin nun mit meinem Ofen im dritten Winter und habe am WE die Rohre gepuzt.
Bei mir ist noch alles im grünen Bereich, keine Korrosion oder Schmutz der sich schwer entfernen läßt.
Über eines sind wir HDK SK 4.1 - Besitzer uns ja einig, wenn der Wasserwärmetauscher im Eimer ist, dann können wir den Ofen dem Schrotthändler anbieten, ein Austausch ist nicht möglich. Stellt sich nur die Frage, was streßt den Ofen mehr - 400Grad heiße Rauchgase die auf einen "kalten"
Wasserwärmetauscher treffen oder die kalten Rauchgase der Anheizphase - die Zukunft wird es zeigen, ich halte euch auf dem laufenden.
13.02.12, 08:34:27

mcoelsch

(Junior Member)

Hallo,

ich kann Ofen Peter nur zustimmen.
Habe auch einen HKD 4.1 SK ohne keramsichen Züge.
Funktioniert den 2. Winter nun sehr gut.
1 bis mal reinige ich den Wärmetauscher.
Einziges Manko bei mir ist, dass nach dem Abbrand noch viele Holzkohle übrig bleibt, obwohl Einstellung auf "s+" und s+ auf den Höchstwert von 50% gestellt.
13.02.12, 11:23:01

duc75

(Advanced Member)

Hallo,

ich habe den Wärmetauscher vor knapp 2 Wochen mit der Bürste gereinigt, nach 12 Wochen Betrieb. Keine Probleme!

Gruß
duc75
14.02.12, 18:28:17
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